Termine

Hier gibt es Ukraine-Termine aus dem größeren Umkreis von Köln.
SIe sind umgekehrt chronologisch sortiert, die frühesten also unten .


Veranstaltung am 8. Juli, 19 Uhr, in Köln, Neumarkt 18a, Lew-Kopelew-Forum

2 Jahre Kiew Post-Maidan

Ernüchterung in Kiew

Der Journalist Frank Hofmann (44) hat in den vergangenen zwei Jahren in Kiew das jüngste Außenstudio der Deutschen Welle aufgebaut und geleitet. Von dort berichtet die Deutsche Welle auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch für Fernsehen und Online.

Zum Schluss seiner Korrespondentenzeit zieht Frank Hofmann dieses Fazit:
Die Enttäuschung in der Zivilgesellschaft der Ukraine ist groß: Mit der Regierungsumbildung und dem Ende des Kabinetts Jazenjuk soll sich das alte Establishment gegen engagierte Reformer behauptet haben. Präsident Petro Poroschenko hat einen Vertrauten ohne Jura-Studium zum neuen Generalstaatsanwalt gemacht, der von sich selbst sagt, er habe das dafür Notwendige „im Gefängnis gelernt“. Wer in post-sowjetischen Staaten den Generalstaatsanwalt kontrolliert, hat die Justiz im Griff. Hat der Krieg in der Ost-Ukraine, die Annexion der Krim, der Druck aus Moskau schließlich das durch die Maidan-Revolution ins Wanken geratene System aus Korruption und Nepotismus in der Ukraine erneut stabilisiert?

Über diese ernüchternde Bilanz spricht Fritz Pleitgen mit Frank Hofmann

UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

 

                                                       

 

Samstag, 14. November 2015, 17.00 Uhr , Köln, Neumarkt 18a, Lew-Kopelew-Forum

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor Karl Schlögel

Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen Hanser, München 2015
Karl Schlögel vermisst die Ukraine neu: Seine Städtebilder zeigen, was gar nicht fern von uns auf dem Spiel steht.

Was macht die Ukraine aus? Mit dem Krieg ist auch eine Kontroverse über die politische und kulturelle Eigenständigkeit des Landes ausgebrochen. Seit vielen Jahren ist Karl Schlögel in der Ukraine unterwegs, noch in jüngster Zeit hat er Reisen dorthin unternommen. Lemberg, Odessa, Czernowitz, Kiew, Charkiw, Donezk und Dnipropetrowsk: All diese Namen stehen für einst blühende Städte, für eine Kultur von eigenem Rang. Der Westen hat sie viel zu lange ignoriert, auch das ermunterte Putin zu seiner Expansionspolitik. 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs sind in Europa wieder Städte von der Auslöschung bedroht. In solchen Zeiten führen Karl Schlögels Städtebilder vor Augen, was gar nicht fern von uns auf dem Spiel steht. Wer wirklich wissen will, was in Europa gerade passiert, muss auf die Städte der Ukraine schauen.

Karl Schlögel ist Osteuropahistoriker und Publizist, mit den Arbeitsschwerpunkten Geschichte der russischen Moderne und des Stalinismus, Russische Diaspora und Dissidentenbewegung, Kulturgeschichte osteuropäischer Städte, theoretische Probleme historischer Narration. Es ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und Mitglied der Jury zur Verleihung des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. 2009 und hielt er die Laudatio auf den Friedenspreisträger Claudio Magnis und 2013 auf Swetlana Alexijewitsch in der Frankfurter Paulskirche.
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören u.a. der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2009 für „Terror und Traum – Moskau 1937“ und das Bundesverdienstkreuz.
Gesprächsleitung: Elisabeth Weber, LKF-Beirat und Prof. Gerhard Simon, Osteuropa-Historiker
UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

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08.-10. Mai 2015 Bad Boll

Urlich Fischer und Diana Siebert von der Initiative Demokratische Ukraine nehmen an der Tagung: „Im Osten nichts Neues? Russland, die Ukraine, Europa – zwischen kaltem Krieg und gemeinsamem Haus“ der evangelischen Akademie Bad Boll (BaWü) teil. Mehr zum Programm:

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Achtung: veränderte Anfangszeit!!!

Sa.,18. April, 18.00 UhrPodiumsgespräch mit den Preisträgern des Lew Kopelew Preises für Frieden und Menschenrechte 2015, den Vertretern der ukrainischen und der russischen Zivilgesellschaft:
Ruslana Lyschytschko, bekannt als Ruslana, Sängerin, Siegerin im Eurovision Song-Contest 2004, Lemberg-Kiev, Ukraine
Jewgenij Sacharow, Aktivist, Publizist, Menschenrechtler aus Charkiw, Ukraine
Andrej Makarewitsch, Sänger, Bandleader der legendären Kultband „Maschina vremeni“/Zeitmaschine, Moskau
Eduard Uspenskij, Kinderbauchautor, schuf die berühmten Puppen-Figuren Tscheburaschka und Krokodil Gena, Moskau
Moderation: Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Lew Kopelew Forums

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Veranstaltung in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache. Übersetzung: Nadja Simon

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Do., 09. April, 19.00 Uhr: Vortrag und Diskussion aus Anlass des 103. Geburtstags von Lew Kopelew

Dr. Nikolay Mitrokhin: Zur Vorgeschichte und zu den Voraussetzungen des Krieges im Osten der Ukraine: Der Donbas und die Ideologie des russischen Nationalismus

Zu den wichtigsten Voraussetzungen und Quellen des gegenwärtigen Konflikts im Osten der Ukraine gehört die Tatsache, dass hier seit langem ein guter Nährboden für die verschiedensten kleinen prorussischen Organisationen existiert hat. Eine besondere Rolle spielten dabei viele Geistliche und Bischöfe der Russischen Orthodoxen Kirche. Sie praktizierten und predigten die Ideologie des russischen Nationalismus. Sie sprachen und sprechen dem ukrainischen Staat jede eigenständige Legitimität ab, und einige verfechten die Idee der „Besonderheit“ des Donbas. Alle diese Organisationen waren fest mit den entsprechenden russländischen NGOs verbunden, die sich zur Ideologie des russischen Nationalismus bekennen. Diese Organisationen haben offen und effizient über mehr als 20 Jahre den Boden für die russische Invasion im Osten der Ukraine vorbereitet. Ihre Wirksamkeit ist generell unterschätzt worden.
Dr. Mitrokhin ist insbesondere durch einen richtungsweisenden Beitrag zu Herkunft und Zusammensetzung der Kämpfer im Donbas (Osteuropa Heft 8, 2014) hervorgetreten. Er hat außerdem zahlreiche Arbeiten zum russischen Nationalismus vorgelegt.
Dr. Mitrokhin wird gedolmetscht von Nadja Simon
Korreferent: Prof. Dr. Gerhard Simon
Moderation: Felix Riefer,
LKF-Beirat
UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

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Mo., 08. Dezember 2014, 19.00 Uhr. Ort: Lew Kopelew Forum, Köln

Podiumsgespräch:  Zivilgesellschaft und Innenpolitik in Russland im Kontext des russisch-ukrainischen Konflikts
                                                                                                                                                                                                                                               Podiumsteilnehmer:
Aleksej Koslov, Ph.D., Privatdozent, lehrte 1998 – 2008 Philosophie und Politikwissenschaften an der Moskauer Universität. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit der Problematik der Menschenrechte und des Umweltschutzes. Er ist Chefredakteur des Portals www.article20.org.  Zu seinem Hauptfachgebiet gehören u.a. die Themen Versammlungsrecht und Vereinigungsfreiheit. Anfang 2013 war er gezwungen, Russland  wegen der Bedrohungen durch Neonazis und einer möglichen Festnahme im Rahmen des sog. „Bolotnaja-Falls“ zu verlassen.
Aleksandr Morosow, Moskau, z.Z. Stipendiat in Bochum, Jg. 1959, Politologe, Journalist, seit 2010 Leiter des Zentrums für Medienforschung, seit 2011 Chefredakteur der Zeitschrift „Russkij Zhurnal“; in den Jahren 2008 – 2013 fester Mitarbeiter von Slon.ru, Colta.ru, Forbes, OpenSpace.ru, publizierte auch in Gaseta.ru, Wedomosti.ru, in der Zeitschrift „Kontinent“ u.v.a.; Teilnehmer der allrussischen Konferenzen der Samisdat-Redakteure; Mitbegründer des Moskauer Immanuel-Kant-Bloggerclubs;

Moderation: Vera Ammer, Mitglied im Vorstand von Memorial International, Mitglied im LKF-Beirat;
Übersetzung: Nadja Simon
UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, Neumarkt Passage, 50667 Köln, www.kopelew-forum.de

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So., 28.09.2014, ORT: Stadtgarten Köln, Venloer Straße 40, 50672 Köln, (+49) 0221 952994-0

Ukrainischer Autor und Musiker Serhij Zhadan in Diskussion mit Navid Kermani und mit seiner Band „Sobaky w kosmosi“ (Hunde im Weltall)

Veranstaltungspartner: Festival Globalize:Cologne barricades – theories2014 und Lew Kopelew Forum e.V.

Der Abend mit dem ukrainischen Autor und Aktivisten Serhij Zhadan,der »kühnsten Stimme der jungen ukrainischen Literaturszene« (NZZ), ist der Abschluss des Festivals Globalize:Cologne barricades – theories2014. Das Festival fragt nach der Rolle der Kunst in der Revolution, in den arabischen und ukrainischen Frühlingen! Der Abend besteht aus zwei Teilen.

Ab 20.30 Uhr diskutiert Serhij Zhadan mit dem renomierten Schriftsteller Navid Kermani über die Lage in der Ukraine: über die Maidan-Bewegung, die Separatisten im Osten, die fragile Einheit, über Diktatur und Freiheit…

Ab 21.30 Uhr präsentiert Serhij Zhadan mit seiner Band „Sobaky w kosmosi“ (Hunde im Weltall) Ska-Punk à la Ukraine: inspiriert von der Ska- und Reggae-Musik jamaikanischer Auswanderer, gemischt mit Elementen der ukrainischen Volksmusik. Die Lyrik passt zur Musik: schnoddrig, wild, manchmal brutal, dunkel und spaßig zugleich erzählen die rhythmischen Gedichte Zhadans von der Freiheit der Meinungsäußerung, der Bewegungsfreiheit, der Versöhnung, aber auch von Sex, Liebe und Hass, Moral und Doppelmoral. Extrem tanzbar!

10 € VVK (8 € ermäßigt), AK 12 €; bei KölnTicket (Tel. 0221 – 2801) und www.off-ticket.de (Kölner Online-Ticket-Service) zzgl. 10% VVK-Gebühr.

Tickets können ohne VVK-Gebühr auch an der Theke im Stadtgarten-Restaurant erworben werden, immer mo.-fr. zwischen 12.00 und 19.00 Uhr.
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21.09.2014

Stoppt den Krieg gegen die Ukraine! Für Frieden und Menschenrechte in Europa! – Aufruf zur Kundgebung am 21. September in Köln

Aufruf zur Kundgebung am 21. September 2014 in Köln, Ehrenstraße / Hohenzollenring
Die Demo beginnt um 15:00, mit der Route von der Ehrenstraße / Hohenzollenring über Breite Straße, Minoriten Straße, Hohe Straße, hin zur Domplatte.
Auf der Domplatte halten wir dann 16:00 – 18:00 eine Kundgebung ab.
Hier geht es zum Demo-.Aufruf und anderen Informationen.

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Mi., 17.09.2014, 19.00 Uhr: Frieden für die Ukraine? – Diskussion, Köln

Am 5. September haben die Kriegsparteien in der Ukraine unter Vermittlung der OSZE einen Waffenstillstand vereinbart, der bislang im Wesentlichen eingehalten wird. Ist der Frieden in erreichbare Nähe gerückt, oder handelt es sich lediglich um eine Atempause? Was sind die Kriegsziele der Konfliktparteien und in wieweit wurden sie erreicht? Gibt es Sieger und Verlierer? Die Ukraine will ihre Souveränität in den Gebieten Donezk und Luhansk wiederherstellen. Die Separatisten, gestützt auf ihre russischen Sponsoren, halten an der Loslösung von der Ukraine als Ziel fest. Ist eine Kompromisslösung denkbar und wie könnte sie aussehen?

Der Krieg seit April 2014 hat Tausende von Toten und Verwundeten gefordert und ist der schwerste internationale Konflikt in Europa seit dem Kalten Krieg und der Konfrontation der Machtblöcke im Gefolge des Zweiten Weltkriegs. Die Ukraine sucht den Anschluss und die Integration nach Westen. Russland sieht seine geopolitische Machtposition bedroht und beansprucht den Verbleib der Ukraine im eigenen Hegemonialbereich. Der Westen verhängt begrenzte Sanktionen gegen Russland, schließt aber ein militärisches Eingreifen aus. Ist dies Realpolitik? Wie kann die Gratwanderung westlicher Politik weitergehen? Wird Russland die Westintegration der Ukraine schließlich akzeptieren wie es die Mitgliedschaft der baltischen Staaten in EU und Nato hingenommen hat, oder muss im Gegenteil mit einem weiteren Ausgreifen der neoimperialen Politik Russlands gerechnet werden in Richtung auf die Wiederherstellung des „historischen Russland“ und die Vereinigung aller Großrussen – denen auch die Ukrainer und Belarussen zugerechnet werden – in einem Staat?

Zu diesen Themen referieren und diskutieren:
Prof. Dr. Gerhard Simon, Osteuropahistoriker, Universität zu Köln, und
Dr. Andrij Portnov, Historiker, Kiew, z.Z. Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung in Berlin
Moderation: Dr. Elisabeth Weber, Beirat des LKF

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger
Lew Kopelew Forum Neumarkt 18a, Neumarkt Passage
50667 Köln www.kopelew-forum.de

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Jenia Jitsevs Foto

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SALON NO. 25
MAIDAN AND BEYOND – VORTRAG VON OLEKSIY RADYNSKI, KIEW
Mo, 2.6.2014, Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr

Die Rolle der sozialen Medien im Zusammenhang mit den Aufständen auf dem Maidan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit) in Kiew wird kontrovers diskutiert: Gefeiert als Ressource für Individuen zur Initiierung einer Revolution, kritisiert als Werkzeug einer genau geplanten, verdeckten Operation, die darauf abzielt, die herrschenden Regime in der nachsowjetischen Welt zu stürzen. In seiner Präsentation geht Oleksiy Radynski aus Kiew diesen Sichtweisen nach, indem er anstelle der vorherrschenden Überlegung „Was steckt dahinter?“ fragt: „Was geht darüber hinaus?“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt (Salon No. 25). In englischer Sprache.

Oleksiy Radynski lebt als Autor und Videofilmer in Kiew, Ukraine. Er ist Mitglied des Visual Culture Research Center, einer Initiative für Kunst, Wissensproduktion und Politik, die 2008 in Kiew gegründet wurde. Seit 2011 ist er Redakteur der ukrainischen Ausgabe des Magazins Political Critique. Zu seinen neuesten filmischen Arbeiten gehören: Incident in the Museum (2013), Ukraine Goes To War (2014, gem. mit Tomas Rafa) und Integration (2014).

Montag, den 02. Juni 2014
Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr
Eintritt: 3 €/ ermäßigt 2 €

King Georg Klubbar, Sudermanstraße 2, Köln

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Mo., 19. Mai, 20.00 Uhr: Die Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2013
Katja Petrowskaja
liest aus ihrem Roman „Vielleicht Esther“ im LiteraturHaus Köln, Schönhauser Str. 8,
50968 Köln – Bayenthal Telefon: 0221 / 9955580
„Völlig zu Recht erhielt die Autorin für diese souveräne Erinnerungsreise in eine imaginierte Zone des Schreckens den Ingeborg-Bachmann-Preis“ – hieß es in der NZZ.
Katja Petrowskaja erzählt osteuropäische Familiengeschichte – vom Urgroßvater, der in Warschau ein Waisenhaus für taubstumme jüdische Kinder gründete, über den Großonkel Judas Stern, der 1932 in Moskau ein Attentat auf den deutschen Botschaftsrat verübte, zur Urgroßmutter, die vielleicht Esther hieß und 1941 im besetzten Kiew von deutschen Soldaten erschossen wurde.
Katja Petrowskaja, die 1970 in Kiew geboren wurde, findet für ihre Geschichte eine unverwechselbare Sprache und beschreibt, wie sie mit dem Wechsel der Sprache der Identität entkommt, die die russische Sprache ihr zugewiesen hat. In der Süddeutschen Zeitung hieß es: „Ein Text, der beides mitbringt, Moral und Kunst“.
»Selten wurde eine Familienrecherche, und es gibt ihrer inzwischen ja unzählige, derart spannend und bisweilen tränentreibend dargeboten. … Als Romanfiktion wäre es überladen und unglaubwürdig, würde es konstruiert wirken. So ist es große Literatur geworden.« Volker Hage, DER SPIEGEL

Preis: Abendkasse: 8 €, erm. 6 €. Mitglieder Literaturhaus und Lew Kopelew Forum: 4 € + 2 € „Baugroschen“
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Mi., 15. Mai 2014, 17.30, Köln
Zwischen Kiew und Brüssel – was kann das Europaparlament tun?
Diskussion über die Entwicklungen in der Ukraine mit Rebecca Harms MdEP
, Vorsitzende der Grünen Fraktion im Europaparlament

Am 25. Mai sind Wahlen zum Europaparlament und Präsidentschaftswahlen in der Ukraine. Doch können die Wahlen in der Ukraine angesichts der (pro?)-russischen bewaffneten Aktionen auch im Osten des Landes überhaupt durchgeführt werden? Was hat die Vereinbarung von Genf zur Deeskalation in der Ostukraine gebracht? Wie kann sich die Politik der Russländischen Regierung ändern? Warum gibt es im Westen keine eindeutige Distanz von den Rechten, die sogar in der Regierung Jazenjuk vertreten sind?  Soll die Ukraine Mitglied in der NATO oder der EU werden? Warum und wie muss die EU die Ukraine unterstützen? Soll die EU weitere Sanktionen verhängen?

Rebecca Harms MdEP hat alle Wahlen in der Ukraine seit 2004 beobachtet, war mehrfach auf dem Majdan und wird über all diese Fragen diskutieren.

Weitere Podiums-Teilnehmerinnen:
Tatiana Dettmer, Köln, früher Odessa
German Moyzhes, Köln/St. Petersburg (angefragt)
Das Gespräch moderiert Dr. Diana Siebert

Präsentiert von der Initiative Demokratische Ukraine http://stopfake.de/
Ort: Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, Neumarkt Passage, 50667 Köln
www.kopelew-forum.de
Tel.: +49 221 257 67 67, Fax: +49 221 257 67 68
https://www.facebook.com/LewKopelewForum

Diese Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/740844669300826/

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Bus nach BERLIN
Am Samstag, dem 10. Mai findet in Berlin eine proukrainische Demonstration unter der Losung  “Marsch der Demokratie” statt. Mehr hier unter maidantranslations.com
Es gibt auch zur Demo einen Bus aus Köln, mehr auf Facebook

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Köln, Kopelew-Forum
Do., 08. Mai, 19.00: Marci Shore; Osteuropa-Historikerin, Yale-Universität, USA
im Gespräch mit
Andrij Portnov, Osteuropa-Historiker, Kiew/Ukraine, Berlin
Buchvorstellung von: Marci Shore, Der Geschmack von Asche, Das Nachleben des Totalitarismus in Osteuropa
Erschienen im März 2014 bei C.H.BECK; aus dem Englischen von Andrea Stumpf
Die Veranstaltung in polnischer Sprache mit konsekutiver deutscher Übersetzung
In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf

„Sie verbindet persönliche Erinnerungen mit intellektuellem Kommentar, Ideen und Ideologien mit Emotionen – auch ihren eigenen – aber immer mit ungemeinem Fingerspitzengefühl.“ sagt Norman Davies über Marci Shores neuestes Buch „Der Geschmack von Asche“.
Sie erzählt mit lyrischer Schönheit über das Erbe der drei utopischen Ideen des 20 Jhs, die Europa verändert haben: den Faschismus, den Kommunismus und den Zionismus. Mit Reportagen, Memoiren und philosophischem Traktat erschafft sie eine unkonventionelle Geschichtsschreibung über die Geister des Kommunismus im gegenwärtigen Osteuropa. Marci Shore beleuchtet vor allem den Seelenzustand der Menschen, die Identitätssuche, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für viele begann und bis heute andauert.

Marci Shore, 1972 geboren, ist Historikerin und lehrt als Professorin an der Yale University. Für ihr erstes Buch, Caviar and Ashes. A Warsaw Generation’s Life and Death in Marxism, 1918 – 1968, wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Fraenkel Prize in Contemporary History“ und dem „National Jewish Book Award“. Marci Shore ist verheiratet mit Timothy Snyder (Bloodlands).
Dr. Andrij Portnov, geb. 1979, studierte in Dniepropetrowsk, Kiew und Warschau, ist Historiker und Politologe. 2006 promovierte er in Lviv/Lemberg mit der Arbeit über die ukrainische Emigration in Polen in der Zwischenkriegszeit, die als Buch u.d.T. „Nauka w wygnaniu“ (=Wissenschaft in der Emigration) 2008 in Charkiw erschien und mit Jerzy-Giedroyc-Preis der Botschaft der Republik Polen in Kiew ausgezeichnet wurde. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Trier und Amsterdam und Chefredakteur der Zeitschrift „Ukraina Moderna“. Andrij Portnow schreibt auch für solche Zeitschriften wie „Krytyka“(UA), „Osteuropa“, „Ab Imperio“(RU), “Belaruski Histarychny Ahliad” (BY), “Otechestvennyje zapiski”(RU) sowie für mehrere deutsche Tageszeitungen. Derzeit ist er mit einem Stipendium des Wissenschaftskollegs und dem der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin.
UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

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17.04.2014 19:00 Grünes Zentrum. Bergisch-Gladbach, Paffrather Straße 84 mit Peter Alberts und Uli Cremer
Frieden in Europa. 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg – Vom Westfälischen Frieden zur Krise in der Ukraine.  http://www.gruene-kreisrheinberg.de/ , dann scrollen.
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nächstes Treffen der Initiative Demokratische Ukraine: Köln 16. April 2014. Mehr kontakt (ät) stopfake.de

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Aachen, 15. April 2014
Interkulturelles Zentrum Aachener Studierender :
Länderabend Ukraine
Die Ukraine, das zweitgrößte Land Europas, das Gastgeberland für die Fußball EM 2012, welches gerade in aller Munde ist. Die Heimat der Gebrüder Klitschko und Andrij Schewtschenko. Das Land der weiten Steppen, zwei Meeren, Karpaten und der glorreichen Kosaken.
An diesem Abend möchten wir Euch die vielfältige Kultur, die ereignisreiche Traditionen und lustigen Stereotypen des Landes näher bringen.
Neben einer spannenden Präsentation erwartet Euch ein bezauberndes Unterhaltungsprogramm mit Musik, Tänzen, Wettbewerbe mit kleinen Gewinnen. Zusätzlich gibt es kulinarischen Spezialitäten aus der Ukraine!
Wann? Dienstag, den 15.04.2014, ab 20 Uhr
Wo? Humboldt Haus, Pontstr. 41

mehr

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Montag, 14. April 2014, 19.00 Uhr

Wohltätigkeitskonzert des  Misha Nodelman Quartetts zugunsten politischer Gefangener in Russland und insbesondere des Inhaftierten Roman Chabarow, Woronesh

Misha Nodelman Quartett:
Misha Nodelman / Violine;  Evgeni Vilkinski / Violine II;  Wojciech Michalski / Viola;
Mark Mefsut / Cello

Im Programm:

Dmitri Schostakowitsch – Streichquartett Nr. 3, F-Dur, Opus 73 (1946)
Allegretto – Moderato con moto – Allegro non troppo – Adagio – Moderato
Dmitri Schostakowitsch – Streichquartett Nr. 8, c -moll, Opus 110 (1960)
Largo – Allegro molto – Allegretto – Largo – Largo

Kurze Einführung mit Informationen über politische Gefangene in Russland

In Woronesh, einer 900.000-Einwohnerstadt knapp auf halber Strecke zwischen Moskau und Sotschi, begann Mitte Februar der Prozess gegen Roman Chabarow, einen ehemaligen Polizisten und Menschenrechtler. Chabarow hatte 2011 in einem Artikel mit der Überschrift „Die Miliz degradierte sich vor meinen Augen“ die Zustände in der russischen Polizei öffentlich kritisiert und über Folterungen von Festgenommenen auf Polizeistationen berichtet. Kurz darauf wurde er entlassen und seine (nun) ehemaligen Chefs drohten ihm, er werde den Artikel noch bereuen. Nun wird Chabarow wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ angeklagt und sitzt in Untersuchungshaft. Freunde vermuten, dass ihm die Teilnahme an der Organisation illegaler Casinos unterstellt wird. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe.

Kleine wie große Spenden werden erwartet und sind sehr willkommen

Das Misha Nodelman Quartett auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=i2e-gIuy6q0

 

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