Archiv der Kategorie: Termine

Literatur aus der Ukraine. Veranstaltung im Lew Kopelew Forum

Do., 15.10., 19.30 Uhr: aktuelle Literatur aus der Ukraine.

Gespräch mit den Autoren:

Andrej Kurkow

DIE KUGEL AUF DEM WEG ZUM HELDEN, HAYMON Verlag, Wien, August 2015

und

Maria Matios

MITTERNACHTSBLÜTE, HAYMON Verlag, Wien, Februar 2015

Lesung deutscher Passagen: Bernt Hahn, Vorleser, Schauspieler

 

Moderation: Katharina Heinrich, Journalistin, Osteuropa-Historikerin, LKF-Beirat

Felix Riefer, Politologe und Osteuropa-Historiker, LKF-Beirat

 

Andrej Kurkow, Dritter Teil der Roman-Trilogie „Geografie eines einzelnen Schusses“

Aus dem Russischen Claudia Dathe

Skurril und leichtfüßig: das Panorama einer fantastischen Sowjetunion. Neues vom „Meister des Unwahrscheinlichen und Skurrilen“. (NZZ): „Nach den von der Kritik hoch gelobten Romanen „Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ (2011) und „Der unbeugsame Papagei“ (2013) entwirft Andrej Kurkow einmal mehr in gewohnt leichtem Ton und mit viel schwarzem Humor ein buntes Panorama der normalen Absurditäten des russischen Alltags und seiner Protagonisten“.

Voll Humor und Ironie und zugleich mit feiner Melancholie erzählt Andrej Kurkow von den Geschicken seiner schillernden Figuren – in einer fantastischen Sowjetunion, die doch so viel Realität in sich birgt. Er erzählt von geplatzten Träumen, unhinterfragten Heldenmythen – und von großen Abenteuern. „Die Kugel auf dem Weg zum Helden“ bildet das grandiose Finale der Trilogie „Geografie eines einzelnen Schusses“.

Aus den Pressestimmen zur Roman-Trilogie „Geografie eines einzelnen Schusses“:

„Pointiert, mit viel Witz und Ironie und in zahllosen skurrilen Szenen bildet Andrej Kurkow das sowjetische Leben ab.“ – ORF, Kristina Pfoser

„eine magisch-realistische Mentalitätsgeschichte der Sowjetunion“ – Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt in Kiew. Er studierte Fremdsprachen (spricht insgesamt elf Sprachen) und war u.a. Zeitungsredakteur, Kameramann und Drehbuchautor. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller, Romane wie „Picknick auf dem Eis“ (1999) und „Der Milchmann in der Nacht“ (2009) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Zudem kommentiert er regelmäßig für internationale Medien wie The Guardian, The NY Times oder Die Welt das politische Leben der Ukraine. Bei Haymon erschien zuletzt der hochaktuelle Band „Ukrainisches Tagebuch. Aufzeichnungen aus dem Herzen des Protests“ (2014).

 

Maria Matios, „Mitternachtsblüte“. Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck.

Die tragischen Geschehnisse in der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs, erschütternd und erhellend erzählt von der bekanntesten ukrainischen Schriftstellerin: In einem abgeschiedenen bukowinischen Dorf lebt die junge Iwanka. Sie leidet an Epilepsie, die Bewohner betrachten sie als Sonderling. Doch fühlt sich das Mädchen in ihrer Fantasiewelt wohl, inmitten der Geschichten und volkstümlichen Weisheiten ihrer Großeltern. Von dort aus beobachtet sie das bunte Miteinander von Ukrainern, Juden und anderen Volksgruppen. Rasch lernt sie, was gut ist und was böse. Bis eines Tages die „roten Kommissare“ einmarschieren, und bald darauf Deutsche und Rumänen – das gewohnte, friedliche Leben ist schlagartig vorbei. Menschen werden aus dem Dorf deportiert, die jüdischen Bewohner bangen um ihre Zukunft.

„Selten wurde das menschliche Leben mit all seinen Freuden und Tragödien, mit all seinen Geschichten von Hass und Liebe in der ukrainischen Literatur in einer so farbenprächtigen Sprache geschildert, wie es Maria Matios meisterhaft gelingt.“ – Andrej Kurkow

            Maria Matios, geb. 1959 in Rostoky in der Bukowina, studierte ukrainische Sprache und Literatur an der Universität Czernowitz, lebt und arbeitet heute in Kiew. Sie zählt zu den bedeutendsten Gegenwartsautorinnen der Ukraine. Ihre große Vielfalt der Stoffe schöpft sie aus den eigenen Lebenserfahrungen und Erfahrungsberichten aus der Bukowina und insbesondere der Huzulen. Sie gehört einer Generation an, der die Repressalien der Sowjetzeit noch unmittelbar vor Augen stehen, und hat viele Zeitzeugenberichte in der Bukowina über die Partisanenbewegung und deren Bekämpfung durch die Sowjetmacht gesammelt, die sie in ihren Werken verarbeitet. Ihre Werke wurden in viele slawische Sprachen, aber auch ins Japanische und Chinesische übersetzt. Der Roman „Darina, die Süße“ (Haymon 2013) wurde mit dem wichtigsten ukrainischen Literaturpreis, dem Schewtschenko-Preis, sowie als Buch des Jahres 2007 in der Ukraine ausgezeichnet.

Bei den Parlamentswahlen 2012 kandidierte Maria Matios für die Partei UDAR (Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen) von Vitalij Klitschko. Im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit macht sie auf fehlende demokratische Strukturen und Rechtsunsicherheit aufmerksam.

 

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

 

Lew Kopelew Forum
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30.10.2014, Köln Der Russland-Ukraine-Konflikt und die Bürgergesellschaft. Mit Refat Chubarov, Anton Nossik, Iosif Sissels

Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19.00 Uhr
Podiumsdiskussion

Der Russland-Ukraine-Konflikt und die Bürgergesellschaft
Gemeinsame Veranstaltung des Lew Kopelew Forums und des Cologne Center for Central and Eastern Europe (CCCEE) der Universität zu Köln
Ort der Veranstaltung:

WiSo-Gebäude der Universität zu Köln (Universitätstr. 24), Hörsaal I
Podiumsteilnehmer

Refat Chubarov, Nachfolger von Mustafa Djamilov, Präsident des Weltkongresses der Krimtataren, seit November 2013 Vorsitzender des krimtatarischen Parlaments, des Medschlis, bekam im Juli d.J. ein 5-Jahre-Einreise-Verbot auf die Krim
Anton Nossik, russischer Medienunternehmer, Publizist, unabhängiger Blogger, Mitbegründer des ehemals unabhängigen Portals www.lenta.ru  
Iosif Sissels, Vorsitzender des Verbandes der jüdischen Organisationen und Gemeinden (VAAD) in der Ukraine
Moderation:  Fritz Pleitgen,

Vorsitzender des Lew Kopelew Forums
Das Gespräch wird simultan übersetzt von Elena Schlosser und Nadja Simon

Aus dem Editorial in OSTEUROPA 5-6/2014 von Manfred Sapper und Volker Weichsel:
„Am 21. November 2013 fragte der Journalist Mustafa Najem auf Facebook: «Ich gehe auf den Majdan. Wer kommt mit?“» Najem wollte dort gegen die Entscheidung von Präsident Janukovyč protestieren, das Assoziationsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen. Seinem Aufruf folgten Hunderte auf den Majdan Nezaležnosti. Dort, auf dem Kiewer Platz der Unabhängigkeit, schlossen sich Hunderttausende, in der gesamten Ukraine über eine Million Menschen dem Protest an. Der Euromajdan knüpfte an die Revolutionen von 1989 an. Menschen, die gestern noch passive Untertanen gewesen waren, wurden plötzlich aktiv, wehrten sich, handelten gemeinsam und machten sich zu politischen Subjekten, die Transparenz, Mitsprache und Verantwortung für das Gemeinwesen verlangten. Diese Bürger forderten das Selbstverständliche: ein Leben in Würde. Sie waren der Korruption und der Willkür der postsowjetischen autoritären Ordnung überdrüssig. Sie verlangten Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung, die Achtung der Menschen- und Bürgerrechte, Freiheit und Demokratie. Das alles verschmolz in einer Vision von Europa, die sie mit der EU verbanden.
Es folgten: Demonstrationen, Repressionen, Annexion, Übergangsregierung, neuer Präsident, Krieg.
Janukovyč und seine Entourage sahen sich durch den Euromajdan existentiell bedroht. Noch stärker herausgefordert sah sich das Putin-Regime in Russland.
Hannah Arendt hat es in ihrer klassischen Analyse „Macht und Gewalt“ erklärt: „Gewalt tritt auf den Plan, wo Macht in Gefahr ist.“ Russland annektierte die Krim. Am 18. März wurde sie offiziell in die Russländische Föderation aufgenommen. Gleichzeitig unterstützt Russland die Destabilisierung der Ostukraine.
Russlands Annexion der Krim ist eine Zeitenwende. Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat ein Staat in Europa einen Teil eines souveränen Nachbarstaats sich völkerrechtswidrig eingegliedert.
Die Russlandpolitik der Bundesregierung und der EU steht vor einem Trümmerhaufen. Fehleinschätzungen des Charakters und der Interessen des Systems Putin müssen korrigiert werden. Auch die Politik der „Östlichen Partnerschaft“ der EU gehört auf den Prüfstand.
Die Ukraine braucht Reformen an Haupt und Gliedern. Vor der ukrainischen Gesellschaft und dem ukrainischen Staat liegen Herkulesaufgaben. Das Staatsgebiet ist amputiert, von territorialer Integrität als der Basis von Staatlichkeit kann keine Rede sein. Die Ukraine braucht eine neue Justiz, Polizei und öffentliche Verwaltung, überzeugende Konzepte gegen Korruption. Das Land steht wirtschaftlich am Rande des Zusammenbruchs. Selten hatte das Wort vom „Dilemma der Gleichzeitigkeit“ mehr Berechtigung. Der Euromajdan hat die Europäer daran erinnert, was der Kern der Idee Europas ist. Die Ukrainer verdienen mehr Unterstützung als die EU in den letzten Jahren anzubieten bereit war. Es darf nicht zum zweiten Mal nach 2004 ein demokratischer Aufbruch verpuffen. Wenn aber die Ukraine allen Widerständen zum Trotz ihre Chance nutzt, wäre das für die ostslawischen Nachbarn im Osten Europas ein ähnliches Signal wie der Durchbruch der Solidarność im Juni 1989.“
Darüber werden Podiumsteilnehmer untereinander und mit dem Publikum diskutieren.
Eintritt frei

Stoppt den Krieg gegen die Ukraine! Für Frieden und Menschenrechte in Europa! – Aufruf zur Kundgebung am 21. September in Köln

Aufruf zur Kundgebung am 21. September 2014 in Köln, Ehrenstraße / Hohenzollenring
Die Demo beginnt um 15:00, mit der Route von der Ehrenstraße / Hohenzollenring über Breite Straße, Minoriten Straße, Hohe Straße, hin zur Domplatte.
Auf der Domplatte halten wir dann 16:00 – 18:00 eine Kundgebung ab.

Die Initiative Demokratische Ukraine beteiligt sich an der Kundgebung von Maidan Köln (Facebook) mit dem Aufruf, der auch für die Demo am Tag davor, also am 20. September in Berlin, als Grundlage dient.
Wir bekunden damit unsere Solidarität mit der Demo der Moskauer zivilgesellschaftlichen Gruppen am gleichen Tag. (HIER der Aufruf zur Moskauer Demo in deutscher Sprache)

Aufruf:

25 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR, die für uns viele neue Möglichkeiten zum Aufbau eines „Gemeinsamen Europäischen Hauses“ schuf, droht uns aus den Händen zu gleiten, wofür 2014-09-21-ich-kann-den-Krieg-stoppen

wir ein Vierteljahrhundert eingetreten sind: Gemeinsam haben wir in Russland, in der Ukraine und in Deutschland mit Kolleginnen und Kollegen in vielen anderen Ländern daran gearbeitet, die Ost-West-Konfrontation friedlich zu überwinden. Durch praktische zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit treten wir für die Werte der Europäischen Menschenrechtskonvention ein. Diese Arbeit zielt auf einen dauerhaften Frieden in Europa, der von den Bürgerinnen und Bürgern in Europa getragen wird.

Entsetzt müssen wir in den letzten Monaten zur Kenntnis nehmen, dass die russische Führung dabei ist, die Grundlagen eines „Europäischen Hauses“ zu zerstören: Nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim unterstützt sie von Russland abhängige Machthaber im Osten der Ukraine, denen schwerste Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung anzulasten sind. Der Kreml führt in der Ukraine Krieg! Mitten in Europa muss die Zivilbevölkerung – wie immer sie zur derzeitigen Führung in Kiew stehen mag – die Folgen dieses Krieges tragen, der auf allen Seiten zu Menschenrechtsverletzungen führt.

Die Aggression nach außen wird begleitet von Repressionen nach innen. Seit Jahren geht die russische Führung gegen die eigene Weiterlesen

Serhij Zhadan in Köln

Veranstaltungshinweis

So., 28. 09., ORT: Stadtgarten Köln, Venloer Straße 40, 50672 Köln, (+49) 0221 952994-0

Ukrainischer Autor und Musiker Serhij Zhadan in Diskussion mit Navid Kermani und mit seiner Band „Sobaky w kosmosi“ (Hunde im Weltall)

Veranstaltungspartner: Festival Globalize:Cologne barricades – theories2014 und Lew Kopelew Forum e.V.
Der Abend mit dem ukrainischen Autor und Aktivisten Serhij Zhadan,der »kühnsten Stimme der jungen ukrainischen Literaturszene« (NZZ), ist der Abschluss des Festivals Globalize:Cologne barricades – theories2014. Das Festival fragt nach der Rolle der Kunst in der Revolution, in den arabischen und ukrainischen Frühlingen! Der Abend besteht aus zwei Teilen.

Ab 20.30 Uhr diskutiert Serhij Zhadan mit dem renomierten Schriftsteller Navid Kermani über die Lage in der Ukraine: über die Maidan-Bewegung, die Separatisten im Osten, die fragile Einheit, über Diktatur und Freiheit…

Ab 21.30 Uhr präsentiert Serhij Zhadan mit seiner Band „Sobaky w kosmosi“ (Hunde im Weltall) Ska-Punk à la Ukraine: inspiriert von der Ska- und Reggae-Musik jamaikanischer Auswanderer, gemischt mit Elementen der ukrainischen Volksmusik. Die Lyrik passt zur Musik: schnoddrig, wild, manchmal brutal, dunkel und spaßig zugleich erzählen die rhythmischen Gedichte Zhadans von der Freiheit der Meinungsäußerung, der Bewegungsfreiheit, der Versöhnung, aber auch von Sex, Liebe und Hass, Moral und Doppelmoral. Extrem tanzbar!

10 € VVK (8 € ermäßigt), AK 12 €; bei KölnTicket (Tel. 0221 – 2801) und www.off-ticket.de (Kölner Online-Ticket-Service) zzgl. 10% VVK-Gebühr.

Tickets können ohne VVK-Gebühr auch an der Theke im Stadtgarten-Restaurant erworben werden, immer mo.-fr. zwischen 12.00 und 19.00 Uhr.

1. September 18:00 Uhr Köln Bahnhofsvorplatz: Antikriegstag. Frieden für die Ukraine! Kein Krieg! Stoppt Putin!

75 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkriegs durch den Überfall Deutschlands auf Polen. 75 Jahre nach dem Hitler-Stalin-Pakt. 

Frieden für die Ukraine! Kein Krieg! Stoppt Putin!

Wir haben einen richtigen Krieg. Mitten in Europa. Putin duldet die freiheitliche Entwicklung in der Ukraine nicht, denn er fürchtet um seine Macht im eigenen rückschrittlich autoritär regierten Land. Nach Monaten der immer weiter eskalierenden Aggression, ist Moskau trotz der diplomatischen Bemühungen um die Beilegung des Konflikts dazu übergegangen, die von ihr durch Material- und Waffenlieferungen unterstützten Freischärler in der Ostukraine gezielt auch mit eigenen Kampfsoldaten und modernster schwerer Waffentechnik zu verstärken.

Inzwischen ist es zu einer unmittelbaren Beteiligung von Armeeverbänden aus Russland an Kampfhandlungen auf fremdem Territorium – nämlich in der Ukraine – gekommen. Russlands reguläre Streitkräfte sind auf das ukrainische Territorium vorgedrungen und nehmen Grenzstädte wie Novoazovsk ein. Wir dürfen diesen vom Kreml entfesselten Krieg mitten in Europa nicht zulassen.

Vor diesen Ereignissen sind nach Überschreiten der Grenze, 20 km tief im ukrainischen Gebiet, mehrere russische Soldaten festgenommen worden. Moskau sprach von einer unabsichtlichen Grenzverletzung, – was nun noch absurder erscheint, denn es sieht so aus, als verirren sich gleich mehrere hundert Panzer, Artillerie- und Raketenwerfer aus Russland in der Ukraine, mitsamt Bedienungspersonal.

Krieg aber bleibt Krieg, auch wenn es keine offizielle Kriegserklärung gibt. Es hat leider in Europa eine Tradition, die Russland nicht wieder beleben sollte.

Wieder einmal hat der Kreml eine rote Linie überschritten, wie schon zuvor ein Dutzend Mal. Wieder hat es die Weltöffentlichkeit mit Bekundungen zum Frieden belogen.

Zwar ist der Glaube an den guten Willen Putins bei vielen Verantwortlichen immer noch nicht verschwunden. Doch nach derart dreisten Lügen darf sich kein ernstzunehmender Politiker mehr vormachen, dass der Präsident Russlands wirklich an einer Deeskalation interessiert ist.

Wir sind in Köln und Umgebung lebende Menschen. Wir sind aus Deutschland, aus der Ukraine, aus Russland und vielen anderen Ländern.

Heute, am 1. September, dem Antikriegstag, genau 75 Jahre nach Beginn des 2. Weltkriegs durch den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen, fordern wir, die Aggression Russlands gegen die Ukraine unverzüglich zu beenden. Wir fordern die Regierung von Deutschland und die Weltgemeinschaft dazu auf, entschieden gegen diese Aggression vorzugehen. Es darf nicht wieder passieren, dass Zögern der freien Welt wiederholt den Aggressor beflügelt und er die Welt wieder in den Abgrund ziehen kann, während tausende unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen.

Bitte seien Sie auch nicht gleichgültig!

Europa hat einen viel zu hohen Blutzoll für derartige Fehler bezahlt. Wir dürfen diese Lektionen nicht vergessen und uns im Angesicht des groben Unrechts nicht einfach von dem Land in Not abwenden.

ViSdP Tamara Kolisnichenko, Jenia Jitsev, Guido Hausmann, Elisabeth Weber, Diana Siebert, Dankwartweg 7, 50739 Köln
Initiative Demokratische Ukraine http://stopfake.de

Maidan Köln https://www.facebook.com/groups/Maidan.Koeln

Kundgebung sa., 30.08. Köln : Stoppt die russische Aggression gegen die Ukraine ! Остановите российскую агрессию против Украины !

Stoppt die russische Aggression gegen die Ukraine ! / Остановите российскую агрессию против Украины !
Aktion, 30.08, Köln, Rudolfplatz, 17:00-19:00, Maidan Köln & Кёльнская солидарность.

Nach Monaten der verdeckten Aggression, hat Russland nun de-facto einen offenen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Russlands reguläre Streitkräfte sind auf das ukrainische Territorium vorgedrungen und nehmen Grenzstädte ein. Wir dürfen einen Krieg mitten in Europa, entfesselt von einem skrupellosen Machtmenschen, nicht zulassen.

Bitte, wer Zeit finden kann, kommt und unterstützt diese Aktion!
Die Aktion läuft dann parallel zu den Aktionen in Frankfurt und in Hamburg, die auch am 30.08 stattfinden.
Jenia Jitsevs Foto

10. Juni – Veranstaltung im Friedensbildungswerk Köln: „Ukraine nach dem 25. Mai – wie geht es weiter?“

Köln Campus war da und bringt einen Bericht über die Veranstaltung am 20. Juni zwischen 18 und 20 Uhr

Ukraine nach 25. Mai – wie geht es weiter?

Di 10.06.2014 / 19.30 – 21.30 / Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11. 50667 Köln / 2 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 69-U2

Diana Siebert, Roland Schüler .

Die Situation in der Ukraine ist verwirrend und von zahlreichen Interessen – internen und externen – geprägt. Wir wollen eine aktuelle Analyse der Situation wagen und einen besonderen Blick auf eine gewaltfreie Lösung legen. Verbale und reale Eskalationen sind keine Lösung für die Menschen in der Ukraine. Wie kann ein gemeinsamer und friedlicher Interessensausgleich in der Ukraine gelingen?

Darüber diskutieren Dr. Diana Siebert, Osteuropa- und Griechenlandhistorikerin, von der Initiative Demokratische Ukraine und Roland Schüler, Mediator BM und Geschäftsführer vom Friedensbildungswerk mit weiteren Gästen.

Eine Veranstaltung vom Friedensbildungswerk Köln und der Initiative Demokratische Ukraine.

Mehr über die Initiative unter www.stopfake.de. Sie ist eine Initiative von rund 15  Personen aus dem Raum Köln, die die Entwicklung der Ukraine intensiv verfolgen und auf Grund der derzeitigen bedrohlichen Entwicklung – der akuten Gefahr einer russländischen Intervention – in großer Sorge sind.

MAIDAN AND BEYOND – VORTRAG VON OLEKSIY RADYNSKI in Köln 2.6.2014

SALON NO. 25
MAIDAN AND BEYOND – VORTRAG VON OLEKSIY RADYNSKI, KIEW
Mo, 2.6.2014, Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr

Die Rolle der sozialen Medien im Zusammenhang mit den Aufständen auf dem Maidan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit) in Kiew wird kontrovers diskutiert: Gefeiert als Ressource für Individuen zur Initiierung einer Revolution, kritisiert als Werkzeug einer genau geplanten, verdeckten Operation, die darauf abzielt, die herrschenden Regime in der nachsowjetischen Welt zu stürzen. In seiner Präsentation geht Oleksiy Radynski aus Kiew diesen Sichtweisen nach, indem er anstelle der vorherrschenden Überlegung „Was steckt dahinter?“ fragt: „Was geht darüber hinaus?“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt (Salon No. 25). In englischer Sprache.

Oleksiy Radynski lebt als Autor und Videofilmer in Kiew, Ukraine. Er ist Mitglied des Visual Culture Research Center, einer Initiative für Kunst, Wissensproduktion und Politik, die 2008 in Kiew gegründet wurde. Seit 2011 ist er Redakteur der ukrainischen Ausgabe des Magazins Political Critique. Zu seinen neuesten filmischen Arbeiten gehören: Incident in the Museum (2013), Ukraine Goes To War (2014, gem. mit Tomas Rafa) und Integration (2014).

Montag, den 02. Juni 2014
Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr
Eintritt: 3 €/ ermäßigt 2 €

King Georg Klubbar, Sudermanstraße 2, Köln

Rebecca Harms war am 15. Mai 2014 in Köln

Zwischen Kiew und Brüssel – was kann das Europaparlament tun? Diskussion mit Rebecca Harms MdEP

Do., 15. Mai 2014, 17.30, Köln
Zwischen Kiew und Brüssel – was kann das Europaparlament tun?
Diskussion über die Entwicklungen in der Ukraine mit Rebecca Harms MdEP
, Vorsitzende der Grünen Fraktion im Europaparlament

Am 25. Mai sind Wahlen zum Europaparlament und Präsidentschaftswahlen in der Ukraine. Doch können die Wahlen in der Ukraine angesichts der (pro?)-russischen bewaffneten Aktionen auch im Osten des Landes überhaupt durchgeführt werden? Was hat die Vereinbarung von Genf zur Deeskalation in der Ostukraine gebracht? Wie kann sich die Politik der Russländischen Regierung ändern? Warum gibt es im Westen keine eindeutige Distanz von den Rechten, die sogar in der Regierung Jazenjuk vertreten sind?  Soll die Ukraine Mitglied in der NATO oder der EU werden? Warum und wie muss die EU die Ukraine unterstützen? Soll die EU weitere Sanktionen verhängen?

Rebecca Harms MdEP hat alle Wahlen in der Ukraine seit 2004 beobachtet, war mehrfach auf dem Majdan und wird über all diese Fragen diskutieren.

Weitere Podiums-Teilnehmerinnen:
Tatiana Dettmer, Köln, früher Odessa
German Moyzhes, Köln/St. Petersburg
Das Gespräch moderiert Dr. Diana Siebert

Präsentiert von der Initiative Demokratische Ukraine http://stopfake.de/

Ort: Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, Neumarkt Passage, 50667 Köln
www.kopelew-forum.de
https://www.facebook.com/LewKopelewForum

Demonstrationen in Köln und Berlin

KÖLN
Am Sonntag, dem 27. April  um 15:00 Uhr gibt es eine Demonstration unter der Losung  „Putin, leave Ukraine alone! Putin, Hände weg von der Ukraine!“.Ort: Ehrenfeldgürtel 106 / Hohenzollernring

BERLIN
Am Samstag, dem 10. Mai findet in Berlin eine proukrainische Demonsatration unter derLosung  „Marsch der Demokratie“ statt. Mehr hier unter maidantranslations.com